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Zitierstile: APA, IEEE, Harvard

Zitieren nach APA, IEEE, Harvard und deutscher Zitierweise: Belege im Text, Muster fürs Literaturverzeichnis, Unterschiede und typische Fächer je Stil.

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Beim Zitieren nach APA nennen Sie im Text Nachname und Erscheinungsjahr, etwa (Autorin, 2024) oder „Autorin (2024) zeigt …“, und führen die vollständige Angabe im alphabetischen Literaturverzeichnis auf. IEEE nummeriert Quellen in eckigen Klammern wie [1], die deutsche Zitierweise setzt Belege in Fußnoten, und Harvard ist eine Familie von Autor-Jahr-Stilen ohne ein offizielles Handbuch. Welcher Stil gilt, entscheiden Lehrstuhl, Betreuung oder Zeitschrift.

Die wichtigsten Stile im Überblick

APA IEEE Harvard Deutsche Zitierweise
Prinzip Autor-Jahr Nummern Autor-Jahr Fußnoten
Im Text (Autorin, 2024, S. 12) [1] oder [1, S. 12] (Autorin 2024, S. 12) hochgestellte Zahl, Beleg in der Fußnote
Verzeichnis alphabetisch nach Nummer alphabetisch alphabetisch
Festgelegt von American Psychological Association IEEE keine zentrale Stelle keine zentrale Stelle
Verbreitet in Psychologie, Bildungs-, Sozialwissenschaften Ingenieurwissenschaften, Informatik Wirtschaft, viele Fächer Jura, Geschichte, Geisteswissenschaften

APA: Die 7. Auflage ist zum Zeitpunkt dieses Beitrags der verbreitete Standard. Prüfen Sie die offiziellen Leitfäden auf Aktualisierungen.

Zitieren nach APA

Im Text:

  • Eine Person: (Autorin, 2024) oder Autorin (2024)
  • Zwei Personen: (Autorin & Autor, 2024)
  • Drei oder mehr: (Autorin et al., 2024)
  • Wörtliche Zitate immer mit Seitenangabe: (Autorin, 2024, S. 12)

Im Literaturverzeichnis:

  • Zeitschriftenartikel: Nachname, A. A., & Nachname, B. B. (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Band(Heft), Seiten. https://doi.org/…
  • Buch: Nachname, A. A. (Jahr). Titel des Buches (Aufl.). Verlag.
  • Webseite: Autorin oder Organisation. (Jahr, Tag. Monat). Titel der Seite. Name der Website. URL

Beispiele für viele weitere Quellenarten finden Sie auf der offiziellen APA-Style-Website. In deutschsprachigen Arbeiten werden Abkürzungen häufig eingedeutscht („S.“, „Aufl.“, „Hrsg.“). Wie, regelt Ihr Institut.

Zitieren nach IEEE

Im Text: Quellen werden in der Reihenfolge ihrer ersten Nennung nummeriert. Bei jeder weiteren Nennung bleibt die Nummer gleich: „wie in [2] gezeigt“, „mehrere Studien [3]–[5]“.

Im Literaturverzeichnis:

  • Artikel: [1] A. Nachname und B. Nachname, „Titel des Artikels“, Abk. Zeitschrift, Bd. X, Nr. X, S. XX–XX, Monat Jahr, doi: …
  • Buch: [2] A. Nachname, Titel des Buches, X. Aufl. Ort: Verlag, Jahr.
  • Konferenzbeitrag: [3] A. Nachname, „Titel“, in Proc. Name der Konferenz, Ort, Jahr, S. XX–XX.

Bei englischsprachigen Arbeiten bleiben die englischen Formen („vol.“, „no.“, „pp.“) üblich.

Harvard-Zitierweise

Harvard beschreibt das Prinzip Autor-Jahr-Seite im Text plus alphabetisches Verzeichnis. Zeichensetzung, „und“ oder „&“ und der Umgang mit Online-Quellen unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule. Im deutschsprachigen Raum wird „Harvard“ oft als Sammelbegriff für jede Autor-Jahr-Zitierweise verwendet. Halten Sie sich an den Leitfaden Ihres Instituts.

Deutsche Zitierweise mit Fußnoten

Die Quelle steht in einer Fußnote, beim ersten Beleg vollständig, danach als Kurzbeleg (etwa Nachname, Kurztitel, Seite). Hinweise wie „ebd.“ für dieselbe Quelle wie in der vorigen Fußnote sind verbreitet, aber nicht überall erwünscht. Für die Rechtswissenschaft gelten eigene Konventionen, etwa bei Kommentaren und Gerichtsentscheidungen.

Direkt oder indirekt zitieren?

Unabhängig vom Stil unterscheiden Sie zwei Arten des Zitierens:

  • Direktes Zitat: Sie übernehmen den Wortlaut in Anführungszeichen und geben die genaue Seite an. Auslassungen markieren Sie mit […], eigene Ergänzungen in eckigen Klammern. Längere Zitate werden in vielen Stilen eingerückt und ohne Anführungszeichen gesetzt.
  • Indirektes Zitat (Paraphrase): Sie geben einen Gedanken in eigenen Worten wieder und belegen die Quelle. In der deutschen Zitierweise steht dann oft „vgl.“ vor dem Beleg, bei APA in der Regel nicht.

In den meisten Fächern überwiegen Paraphrasen. Direkte Zitate eignen sich für Definitionen, prägnante Formulierungen oder Textstellen, die Sie analysieren.

So bleiben Sie einheitlich

  1. Stil und Variante klären mit Betreuung, Leitfaden oder Autorenrichtlinien der Zeitschrift.
  2. Literaturverwaltung nutzen und genau diesen Stil wählen. Citavi bringt viele Hausstile deutscher Institute mit, Zotero und Mendeley nutzen die Citation Style Language.
  3. Importierte Daten prüfen: fehlende Heftnummern, falsche Großschreibung oder unvollständige Namen stammen aus den Quelldaten.
  4. Endfassung gegenlesen anhand einiger offizieller Beispiele.

Checkliste vor der Abgabe

  • Ein Stil durchgehend, auch in Tabellen und Abbildungen.
  • Jeder Beleg im Text steht im Verzeichnis und umgekehrt.
  • Wörtliche Zitate haben Seitenangaben.
  • DOIs sind angegeben, wo vorhanden.
  • Namen, Jahre und Titel stimmen zwischen Text und Verzeichnis überein.
  • Sekundärzitate sind gekennzeichnet und nur genutzt, wenn das Original nicht greifbar ist.

Hinweis: Sauberes Zitieren schützt auch vor Plagiatsvorwürfen. Fehlende Anführungszeichen und unvollständige Belege gehören zu den häufigsten Ursachen für Treffer bei der Plagiatsprüfung.

Wechseln Sie den Stil nicht mitten in der Arbeit. Ist ein Wechsel unvermeidlich, etwa weil die Betreuung einen anderen Stil verlangt, stellen Sie ihn in der Literaturverwaltung um und prüfen anschließend das gesamte Verzeichnis.

Belege prägen jedes Kapitel, besonders das Literature Review. Die Reihenfolge der Kapitel erklärt der Beitrag zum Aufbau einer Abschlussarbeit. Weitere Anleitungen finden Sie unter Schreiben.

Häufige Fragen

Welchen Zitierstil muss ich verwenden?

Den, den Ihr Lehrstuhl, Ihre Betreuung oder die Zeitschrift vorgibt. Viele Institute haben eigene Leitfäden mit Hausstil. Haben Sie freie Wahl, nehmen Sie den in Ihrem Fach üblichen Stil und bleiben Sie konsequent dabei.

Was ist die deutsche Zitierweise?

So nennt man im deutschsprachigen Raum das Zitieren mit Fußnoten: Die Quelle steht beim ersten Mal vollständig in der Fußnote, danach in Kurzform. Sie ist vor allem in Rechts- und Geschichtswissenschaft sowie Teilen der Geisteswissenschaften verbreitet. Eine einheitliche Norm gibt es nicht, die Institute regeln Details selbst.

Welche APA-Auflage gilt aktuell?

Zum Zeitpunkt dieses Beitrags ist die 7. Auflage des APA Publication Manual der verbreitete Standard. Für deutschsprachige Arbeiten in der Psychologie gibt es zusätzlich die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Abgabe.

Muss ich „S.“ oder „p.“ schreiben?

In deutschsprachigen Arbeiten wird APA meist mit deutschen Abkürzungen angepasst, also „S.“ für Seite und „u. a.“ oder „et al.“ je nach Vorgabe. Was gilt, steht im Leitfaden Ihres Instituts.

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